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Effizienzgewinne
durch Kooperation bei der Optimierung von Stoffströmen
in der Region Hamburg
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Auftraggeber
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Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Kooperationspartner
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Ökopol GmbH, Hamburg
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Fachhochschule Hamburg, Fachbereich
Maschinebau und Produktion |
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Ingenieurbüro für Sozial- und
Umweltbilanzen (SUmBi), Hamburg
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Universität Hamburg, Fachbereich Informatik
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Praxispartner
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Norddeutsche Affinerie, Hamburg
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Tuchenhagen GmbH; Büchen
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VDMA, Landesverband Nord, Hamburg
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Wilhelm Fette GmbH, Schwarzenbeck
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Laufzeit
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Dezember 1998 - Mai 2002
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| Projektidee |
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Metalle gehören zwar zu den nicht-regenerativen
Ressourcen, doch haben sie unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten
einige große Vorteile, wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit
und Recyclierbarkeit auf gleichem Qualitätsniveau. Andererseits
existieren entlang der Metallkette - angefangen von der Rohstoffförderung
über die Metallerzeugung, -verarbeitung, Produktnutzung
bis hin zum Recycling - eine große Anzahl ökologischer,
sozialer und ökonomischer Probleme. Ziel des Projekts ist
deshalb die Sicherung und Verbesserung der mit der Werkstoffgruppe
der Metalle verbundenen Chancen für ein nachhaltig zukunftsfähiges
Wirtschaften und zugleich die Verringerung der Probleme, die
z. B. mit nicht optimaler Nutzung, mit dissipativen Verlusten,
Verunreinigungen, Beschichtungen und Begleitstoffen bestehen.
Der Untersuchungsraum des Projektes ist die Region Hamburg,
wobei für uns die räumliche Nähe der metallwirtschaftlichen
Akteure als Basis für Vertrauen und Innovationsfähigkeit
im Vordergrund steht. |
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Das Projektdesign bewegt sich bewusst zwischen
einem praktischen, zielorientierten Umsetzungsprojekt und einem
theoretischen Forschungsprojekt. Beide Zugänge werden innerhalb
des Projektes parallel und möglichst gleichgewichtig bearbeitet.
Aus dem Spannungsverhältnis zwischen Langfristziel und
gegenwärtigen kleinen Schritten, zwischen Theorie und Praxis
ergeben sich für uns die wesentlichen Impulse. Die mit
den Unternehmen entwickelten Ideen und Umsetzungsprojekte werden
auf ihren innovativen Gehalt, ihre Verallgemeinerbarkeit und
ihre Nachhaltigkeitsorientierung, die theoretischen Konzeptionen
auf ihre empirische Fundierung und Realisierbarkeit hin überprüft. |
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| Praktische Ansätze |
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Auf der praktischen Ebene werden verschiedene
Ansätze verfolgt, wir unterscheiden ein stoffstromorientiertes
Vorgehen (Metalle), ein prozessorientiertes (Metallbearbeitung)
und ein produktorientiertes (Gestaltung und Nutzung). |
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Bei den stoffstromorientierten Ansätzen stehen
die Ströme hin zu den großen Metallschrotte verarbeitenden
Unternehmen der Region im Vordergrund. Es geht um die Optimierung
der Erfassung, um die Reinhaltung und Getrennthaltung der verschiedenen
Schrottqualitäten im Kupfer-, Stahl- und Edelstahl- bzw.
Chrom- Nickelkreislauf. |
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Bei den prozessorientierten Ansätzen werden
insbesondere die Metallnebenstoffströme (Schleifschlamm-
und Strahlmittelabfälle, Kühlschmierstoffe) bearbeitet.
Verschiedene Methoden des Schleifschlammrecyclings sollen mit
Unterstützung einer Ökobilanz verglichen werden. Strahlmittelabfälle
fallen in einem Partnerunternehmen in ziemlich reiner Zusammensetzung
an. Es wird geprüft, ob sich sowohl die stofflichen Eigenschaften
als auch die ‚Struktur’ dieser Abfälle für neue Produkte
nutzen lassen. Ein weiteres Untersuchungsfeld bei den Metallnebenstoffströmen
ist die Optimierung der Kühlschmierung bei der Metallverarbeitung,
wobei es zum einen um konkrete Verbesserungen bei der Anwendungstechnik
geht (Trockenbearbeitung, Minimalmengenschmierung), aber auch
um die Diffusion dieser Bearbeitungstechniken in die Unternehmen
hinein, um den Abbau bestehender Hemmnisse und ggf. auch nur
‚Vorurteile’. |
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Bei den produktorientierten Ansätzen konzentrieren
wir uns auf Modulbauweise und Plattformstrategie sowie auf die
Möglichkeiten zum Produkt- und Komponentenrecycling. Zu
diesen Themen wird im Juni 2000 ein erster Workshop stattfinden,
auf dem die Einführung und Verbreitung der modularen Bauweise
insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen in der Region
sowie die Möglichkeiten des Produkt- und Komponentenrecyclings
im Blickpunkt stehen. Von diesem Workshop erhoffen wir uns die
Initiierung von betriebsübergreifenden Kooperationen. |
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Aufbauend auf diesen Praxisprojekten werden, als
ein Instrument zur Analyse und Modellierung von Stoffströmen,
Kosten und Umweltwirkungen, Modelle von Stoffstromnetzen auf
der Basis der Ökobilanzierungssoftware UMBERTO erarbeitet
und methodisch weiterentwickelt. |
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| Theoretische Ansätze |
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Nachhaltigkeit ist eine dreidimensionale Zielperspektive
mit sozialer, ökologischer und ökonomischer Ausprägung.
Nicht-Nachhaltigkeit ist dabei leichter zu beschreiben als Nachhaltigkeit.
Ein Weg in die Zukunft kann nur dann nachhaltig sein, wenn auf
ihm weitreichende Systemzusammenbrüche in den sozialen,
ökologischen und ökonomischen Systemen vermieden werden
können. |
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Der Schwerpunkt der theoretischen Betrachtungsebene
des Forschungsprojektes liegt bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien
und von Nachhaltigkeitskriterien zur Bewertung von Innovationen.
So soll z. B. mit Hilfe des Bewertungskriteriums "Entropische
Effizienz" und des Konzepts einer "tendenziellen nachhaltigkeitsorientierten
(ökologischen, sozialen und ökonomischen) Amortisation"
der Nutzen der Metalle in den jeweiligen Systemen auf die damit
verbundene Entropieproduktion bzw. allgemeiner auf die Aufwendungen
zur Erzeugung, Verarbeitung, Aufarbeitung und Aufbereitung bezogen
werden. Die genaue Ausgestaltung dieses Konzepts befindet sich
noch in der Entwicklung. |
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| Ausblick |
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In der zweiten Hälfte der Projektlaufzeit
werden voraussichtlich noch einige wenige Praxisprojekte hinzu
kommen (ggf. Erweiterung des bearbeiteten Spektrums an Produkten
in Richtung Maschinenbau und Automobile, Stoffstrom Aluminium).
Die begonnenen Praxisprojekte werden weiter verfolgt und zum
Abschluss gebracht. Auf der theoretischen Ebene werden wir uns
stärker auf die Region Hamburg konzentrieren und auf diejenigen
regionalen bzw. regional beeinflussbaren Faktoren, von den die
Innovationsfähigkeit von Unternehmen bzw. Unternehmensclustern
abhängt. In der letzten Projektphase werden dann die Fragen
der Verbreitung und Verallgemeinerbarkeit unserer Erfahrungen
und Erkenntnisse im Zentrum stehen. |
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| Ihre Ansprechpersonen sind |
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Dirk
Jepsen |
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Knut
Sander |
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