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Stoffbezogene Anforderungen an Photovoltaik-Produkte
und deren Entsorgung
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Auftraggeber:
Umweltbundesamt; [FKZ 202 33 304]
Durchführung:
Knut Sander, Institut für Ökologie und Politik GmbH;
Hamburg
Stéfanie Zangl, Institut für Ökologie und Politik
GmbH; Hamburg
Kooperationspartner:
Herr Reichmuth, Institut für Energetik und Umwelt gGmbH, Leipzig
Laufzeit:
November 2002 - August 2003
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Hintergrund und Aufgabenstellung
Die aktuellen EU-Richtlinienentwürfe zur Produktgruppe der elektrischen
und elektronischen Produkte haben die getrennte Sammlung und Verwertung
von Altprodukten (WEEE-Richtlinie 2000/0158 (COD)), sowie die Beschränkung
bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten
(RoHS-Richtlinie 2000/0159 (COD)) zum Gegenstand.
In der Liste der Geräte, die von der WEEE-Richtlinie erfaßt
werden (Anhang IB), sind kleine PV-Zellen, die in elektronischen Geräten
enthalten sind, bereits aufgeführt. Sie fallen daher, zusammen
mit den entsprechenden Geräten, bereits unter die Richtlinie.
Eigenständige PV-Anlagen zur Stromerzeugung werden jedoch nicht
erwähnt, obwohl sie viele der grundsätzlichen Kriterien
erfüllen würden. Allerdings wird in Art. 13 der WEEE-Richtlinie
"Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt"
bereits auf eine etwaige Hinzufügung von photovoltaischen Produkten
("solar panels") hingewiesen. Entsprechende Initiativen
zur Erweiterung der Liste in Anhang IB können von verschiedenen
Seiten, z.B. einzelnen Mitgliedsstaaten oder der Kommission unternommen
werden. |
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Ziel und erwartete Ergebnisse
Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, vor dem Hintergrund des
genannten Art. 13 WEEE zu prüfen, ob bzw. unter welchen Bedingungen
PV-Produkte aus deutscher Sicht in den Anhang IB der Richtlinie
aufgenommen werden sollten. Dabei sollen stoffbezogene Regelungen
für Photovoltaikmo-dule vorgeschlagen, Verwertungsverfahren
dargestellt und Anforderungen an die Verwertung (analog zur WEEE-RL)
entwickelt werden. Dabei ist die lange Lebensdauer dieser Geräte
zu berücksichtigen.
Da die Ergebnisse mittelfristig Einfluss auf die europäische
Gesetzgebung und damit auch auf die Produktpolitik und ein mögliches
Recycling von PV-Modulen haben werden, ist es für uns außeror-dentlich
wichtig, in dieser Frage mit der Solarwirtschaft von Beginn an eng
zusammen zu arbeiten.
Unsere wichtigsten Aufgaben sind hierbei:
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- Erstellen einer Datenbasis über die Produktpalette, die
Produktionsmengen, Bestandsmengen, langfristige Prognosen der
Produktentwicklungen
- Abfallmengenprognosen unter abfallwirtschaftlichen Umweltgesichtspunkten
(Stoffströme, Schadstoffe)
- Ermittlung der durchschnittlichen Lebensdauer (nicht nur "theoretische"
Garantiezeiten, sondern empirische Beobachtungen, z.B. bei industriellen
PV-Anlagen)
- Materialzusammensetzung verschiedener Modultypen (Standardmodule,
typische Zusammenset-zung und Marktanteil sowie andere Typen mit
charakteristischen Variationen in der Zusammen-setzung); insbesondere
die Frage nach den wertvollen Bestandteilen und nach den problemati-schen
Substanzen
- Konzepte unterschiedlicher Verwertungsverfahren (Rückgewinnung
von Wafern; minderwertige Verschmelzung zu Glas; Pilotanlagen
wie z.B. Säureaufschluß oder Wirbelschichtreaktor).
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| Links |
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| Umweltbundesamt,
Berlin |
| Institut
für Energetik und Umwelt gGmbH, Leipzig |
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| Ihre Ansprechpersonen sind |
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| Knut
Sander |
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