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Gefahrstoffrisiken und Vergabegrundlagen für den "Blauen Engel", Teilleistung im Rahmen des Forschungsvorhabens
"Umweltzeichen - Globalansatz"
 
 
 

Auftraggeber:
Umweltbundesamt (FKZ 202 95 382 - 3)

Durchführung:
Andreas Ahrens, Kerstin Heitmann, Matthias Weiß, Ute Meyer
Ökopol GmbH, Hamburg

Kooperationspartner:
ÖKO-Institut e.V., Freiburg

Laufzeit:
April 2003 - November 2003

 
 
Hintergrund und Aufgabenstellung
 
Unter den mit einem "Blauen Engel" ausgezeichneten Produkten befinden sich auch chemische Zubereitungen (z.B. Farben, Schmierstoffe). Diese unterliegen der Einstufung und Kennzeichnung nach der Gefahrstoffverordnung. Mit der Umsetzung der EU-Zubereitungsrichtlinie in nationales Recht müssen sie, wenn sie die jeweiligen Klassifizierungskriterien erfüllen, als gefährliche Zubereitungen gekennzeichnet werden.
 
Die Expertise untersucht den Zusammenhang zwischen gefahrstoffrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften und den Produktanforderungen, die in den Vergabekriterien für den "Blauen Engel" formuliert sind. Dabei geht es sowohl um mögliche Kennzeichnungskonflikte ("Blauer Engel" und "Toter Fisch" auf einem Produkt) als auch um die Konformität mit geltenden Produktnormen (beispielsweise für Bauprodukte nach der Bauprodukterichtlinie).
 
 
Ziel und erwartete Ergebnisse
 
Im Rahmen der Expertise sollen anhand exemplarischer Vergabefälle Einstufungs- und Kennzeichnungskonflikte identifiziert werden sowie Vorschläge erarbeitet werden, wie solche Konflikte vermeidbar oder (falls unvermeidbar) überzeugend kommunizierbar sind (Teil 1). Zudem sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Konsistenz, Transparenz und Verständlichkeit der stoffbezogenen Vergabeanforderungen für Zubereitungen und Artikel verbessert werden können. Neben den Ergebnissen aus Teil 1 fließen in dieses Arbeitspaket auch die Ergebnisse von Interviews mit ausgewählten Akteuren ein (Teil 2).
 
Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines aktuellen Vergabevorhabens in konkrete Produktanforderungen und deren Kommunizierung angewendet werden (Teil 3).
 

Die erarbeiteten Vorschläge zur Vermeidung bzw. zur Kommunikation von Kennzeichnungskonflikten und zur nachvollziehbaren Integration der gefahrstoffrechtlichen Anforderungen in die Vergabekriterien des Blauen Engel sowie eine Strategie zur Kommunikation der Vergabeanforderungen sollen auf der Jury Umweltzeichen vorgestellt werden.

 
 
Ihre Ansprechpersonen sind
 
Dirk Jepsen