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Standardisierung von Emissionsfaktoren für die Expositionsbeurteilung unter REACH

 
 
 

Auftraggeber
Umweltbundesamt (FKZ 360 01 300)

Durchführung
Institut für Ökologie und Politik, Hamburg

Laufzeit

2010

 
 
 
Hintergrund
 

Im Rahmen der Stoffsicherheitsbeurteilung unter REACH sind für gefährliche Stoffe die Emissionen und Expositionen aus den identifizierten Verwendungen zu ermitteln und eine Risikobeschreibung durchzuführen. Die so ermittelten Maßnahmen zur sicheren Verwendung sind im Stoffsicherheitsbericht zu dokumentieren und mit dem (erweiterten) Sicherheitsdatenblatt in der Lieferkette zu kommunizieren.

Die Umweltemissionen einer Verwendung können gemäß der Leitlinien der ECHA unter Nutzung der sog. Environmental Release Categories (ERCs) ermittelt werden. ERCs fassen jeweils eine breite Palette von Verwendungen zusammen, die ähnliche Emissionsmerkmale haben und sind in ihren Annahmen und Emissionsfaktoren überkonservativ.

Der Europäische Verband der Chemischen Industrie (CEFIC) hat daher einen Leitfaden veröffentlicht, der die Fachverbände dabei anleiten soll, für ihre jeweiligen Branchen spezifische ERCs (spERCs) zu entwickeln, die weniger konservativ sind und genauere Emissionsabschätzungen ermöglichen. Hierbei sollen die branchenspezifischen Anwendungsprozesse und Emissionsfaktoren sowie die Effizienz von eingesetzten Risikomanagementmaßnahmen berücksichtigt werden.
 
 
Ziel und erwartete Ergebnisse
 
Im Rahmen des Vorhabens sollen einige der von den Fachverbänden veröffentlichten spERCs untersucht und qualitätsgesichert werden. Hierzu soll beispielhaft überprüft werden, ob
 
  • alle emissionsrelevanten Prozessschritte bei der Beschreibung der spERCs und der Ableitung der Emissionsfaktoren berücksichtigt wurden;
  • die abgeleiteten default Werte, insbesondere die Emissionsfaktoren, plausibel und begründet sind;
  • die Dokumentation der spERCs in den Hintergrunddokumenten, den fact sheets, vollständig, transparent und nachvollziehbar ist;
  • die spERCs eine gute Grundlage für die Kommunikation in der Lieferkette sind.
 
Ergebnis des Projektes soll ein Bericht sein, in dem die ggf. identifizierten konkreten Kritikpunkte an den Inhalten der geprüften spERCs beschrieben sind. Aspekte, die methodische Ableitungen von z.B. Emissionsfaktoren oder anderen Standardwerten betreffen, werden sowohl hinsichtlich der konkreten spERCs, als auch in Bezug auf die Methodenbeschreibungen im Leitfaden von CEFIC diskutiert.
 
 
 

Ihre Ansprechpersonen simd

   
Antonia Reihlen
Dirk Jepsen
Olaf Wirth