Es geht auch bei den Kleinen!Umsetzung von Abfall- und Materialflußcontrollingsystemen
in kleinen und mittleren Druckereienim Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums
KURZFASSUNG
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Interne Controllingsysteme, die die Materialflüsse und die Abfallentstehung in Produktionsunternehmen transparent machen, werden schon seit längerem als wirksame Instrumente zur Verminderung von Abfallmengen und zur Steigerung der Produktionseffizienz diskutiert.
In einem aktuellen Kooperationsprojekt mit 18 niedersächsischen Druckereien wurden von ÖKOPOL derartige Systeme unter den Rahmenbedingungen kleiner und mittelständischer Betriebe in die Praxis umgesetzt. Die abfallrechtlichen Dokumentationen nach Abfallwirtschaftskonzept und –bilanzverordnung (AbfKoBiV) konnten dabei als Nebeneffekt mit erstellt werden. Die dahinterstehenden Konzepte und Umsetzungsmethoden werden im folgenden Artikel dargestellt. Zur Umsetzung des Abfallcontrolling finden sie zusätzlich hier eine Organisationshilfe.
Projektansatz
Das zwischen Juli 1997 und März 1999 im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums durchgeführte Projekt ist Bestandteil einer Reihe von abfallbezogenen Untersuchungs- und Beratungsaktivitäten in der niedersächsischen Druckindustrie, die in den vergangenen Jahren von ÖKOPOL in Kooperation mit dem Verband der Druckindustrie Niedersachsen (vdn) durchgeführt wurden.
Es setzt einen Punkt der 1997 zwischen dem vdn und dem Niedersächsischen Umweltministerium geschlossenen Branchenvereinbarung um, in der sich die Vertragspartner darauf verständigt hatten, die Einführung von Abfallwirtschaftskonzepten und –bilanzen nach KrW-/AbfG bzw. AbfKoBiV durch entsprechende Musterdokumentationen sowie durch den Aufbau entsprechender Abfallmanagementsysteme zu unterstützen.
Diese Verknüpfung zwischen abfallrechtlicher Dokumentation mit betriebsinternen Managementansätzen beruht auf der in der Beratungspraxis gewonnenen Erkenntnis, dass nur so substantielle ökonomische und ökologische Minderungs-effekte erreicht werden und somit ein Eigeninteresse der Betriebe an der Durchführung der zusätzlichen Aufgaben besteht.
Diesem Ansatz entsprechend sollten im Projektrahmen parallel zwei Zielstellungen erreicht werden:
Das Gesamtprojekt wurde dabei bewußt als Umsetzungsprojekt mit entsprechender Schwerpunktsetzung im Bereich der konkreten Einführung funktionsfähiger Controllingsysteme angelegt. Am Projekt beteiligten sich 18 niedersächsische Druckereien unterschiedlicher Größe und mit verschiedenartigen Produktionsstrukturen.Konkretisierung und Vereinheitlichung der abfallrechtlichen Basis für die Dokumentationen nach AbfKoBiV Entwicklung von weitergehenden Controllingkonzepten für das innerbetriebliche Abfall- und Materialwirtschaftsmanagement
Zentrale ErgebnisseNeben der Umsetzung der Controllingsystemen in allen beteiligten Betrieben wurden im Projektrahmen eine Reihe weiterer Ergebnisse erarbeitet, die sich auf andere Druckereien übertragen lassen. Diese Ergebnisse wurden u.a. auf einer CD mit dem Titel "Kreislaufwirtschaft in der Druckindustrie veröffentlicht, die über ÖKOPOL oder die Verbände der Druckindustrie zu beziehen ist. Im folgenden werden sie in zusammengefaßter Form dargestellt:
Neue Namen für die AbfälleEndentsorgungsgerechte Umschlüsselung
Voraussetzung für die Erstellung der AbfKoBiV-Dokumentationen eine EAK-Einstufung der druckereitypischen Abfallfraktionen. Die bislang verfügbaren LAGA-EAK-Umsteigerkataloge führten bei vielen spezifischen Fraktionen nicht zu sinnvollen Ergebnisse. Aus diesem Grunde wurde von ÖKOPOL auf Basis einer umfangreichen Recherche über die Entsorgungswege der druckereitypischen Abfälle und entsprechender Abfallanalysen unter Berücksichtigung der Syntax des EAK eine gezielte EAK-Einstufung vorgenommen. Diese Einstufung hält einerseits für Abfallfraktionen, die aus ähnlichen Herkunftsprozessen stammen, aber unterschiedliche Umweltgefährdungspotentiale besitzen und somit unterschiedlichen Endentsorgungsanlagen zuzuführen sind, getrennte Abfallschlüssel vor, umfaßt auf der anderen Seite im Interesse der Klarheit und Transparenz aber möglichst wenige verschiedene Abfallschlüssel.
Vorgehen und Ergebnisse dieser EAK-Einstufung werden nachfolgend exemplarisch für den Bereich der Druckfarbenreste dargestellt:
Da Druckfarben und druckfarbenverunreinigte Materialien heute überwiegend in Verbrennungsprozessen entsorgt werden, sollte sich eine Differenzierung verschiedener Farbreste aus Sicht der Entsorgungswirtschaft hauptsächlich an den Heizwerten und Flammpunkten (bzw. der Explosionsgefahr bei der Aufgabe in die Ofenanlagen) orientieren.
In der Druckereipraxis existieren nach diesen Kriterien drei deutlich unterschiedliche Abfallgemische:
Aus den 8 im EAK angelegten Einstufungsmöglichkeiten für Druckfarbenreste sind somit drei für die realen Abfälle geeignete Schlüssel auszuwählen. Die folgende Tabelle 1 zeigt die getroffene Zuordnung. Tab.1: EAK-Einstufung typischer DruckfarbenresteOffsetfarbreste mit hohem Heizwert und ohne Explosionsneigung, lösemittelbasierten Farbsysteme der Tief-, Flexo- und Siebdruckbereiche mit hohem Heizwert und ggf. Explosionsgefahren sowie wasserbasierten Farbsysteme mit geringem Heizwert und ohne Explosionsgefahr.
Abfallarten in der Druckindustrie EAK-Nr. EAK-Bezeichnung Offsetfarbreste einschließlich Kasten- und Rakelreste bei Anwendung entsprechender Reinigungsmittel mit Flammpunkt > 55°C 08 03 02 Alte Druckfarben, die keine halogenierten Lösemittel enthalten Tief-, Sieb- und Flexofarbreste (lösemittelbasiert) einschließlich entsprechend farbbelasteter Reinigungsreste mit Flammpunkt < 55°C 08 03 06 Druckfarbenschlämme, die keine halogenierten Lösemittel enthalten Tief-, Sieb- und Flexofarbreste (wasserbasiert) einschließlich entsprechend farbbelasteter Reinigungswässer 07 03 01 Wäßrige Waschflüssigkeiten und Mutterlaugen Da die Wasserfarben aus dem Tief-, Flexo- und Siebdruckbereich regelmäßig geringe Anteile (ca. 5%) organische Lösemittel enthalten, wurde der naheliegende EAK-Begriff wäßrige Schlämme, die Druckfarben enthalten (080307) von den Behörden nicht akzeptiert, weil er mit einer geringeren Überwachungsstufe verbunden ist. Dies führt an dieser Stelle zur ungewöhnlichen Deklaration der wäßrigen Druckfarbenreste in den Bereich der wäßrigen Waschflüssigkeiten (EAK 07 03 ...).
Die vorgeschlagenen Deklarationen umfassen ausdrücklich auch Reinigungsschlämme aus den jeweiligen Druckverfahren, soweit geeignete Reinigungsmittel zum Einsatz kommen. Konkret können somit im Offsetdruck auch stark lösemittelhaltige Rakelreste mit der Druckfarbe entsorgt werden, wenn Reinigungsmittel mit einem Flammpunkt von > 55° C (AIII-Mittel) verwendet werden.
Die weiteren vorgesehenen Einstufungsmöglichkeiten des EAK für Druckfarbenreste sind für die Entsorgungspraxis nach diesem Vorschlag ohne Bedeutung.Die nach dem vorstehend skizzierten Vorgehen erarbeiteten Deklarationsvorschläge wurden im Projektrahmen mit den niedersächsischen Behörden diskutiert und in die Publikation "Abfälle der Druckindustrie" des Bundesverbandes Druck übernommen. Diese Liste wurde Mitte 1998 nochmals komplett mit der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) abgestimmt. Damit besitzt die Druckindustrie als erste Branche einen endentsorgungsorientierten und bundesweit einheitlichen mit den Behörden abgestimmten Abfallkatalog nach EAK.
Das 6 plus 6 Töpfe-Konzept zur DruckereientsorgungAufbauend auf der vorstehend skizzierten Umschlüsselung der druckereitypischen Abfallfraktionen wurde von ÖKOPOL ein Standard-Entsorgungsmodell für die Druckindustrie entwickelt. Es besteht aus sechs Töpfen (Sammelbehältern) für die "Sonderabfälle" und aus sechs Töpfen für die "sonstigen Abfälle". Mit diesem Standard-Entsorgungsmodell lassen sich in der Praxis deutlich mehr als 95% der Abfälle "normaler" Druckereien sachgerecht entsorgen.
Im Bereich der besonders überwachungsbedürftigen Abfallfraktionen, also der Sonderabfälle, ergibt sich das in Abbildung 1 dargestellte Bild. Diese sechs Abfallfraktionen entstehen in den meisten "normalen" Druckereien. Allerdings können aufgrund bestimmter betrieblicher Produktionsweisen einzelne Abfallfraktionen entfallen. So gibt es z.B. bei Betrieben, die ausschließlich mit Putzlappen und ggf. mit automatischen Waschanlagen mit Tuchbahnen reinigen, keine flüssigen Reinigungsrückstände.
Abb. 1: Die 6 Sonderabfalltöpfe
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Auch für den Bereich der "sonstigen druckereitypischen Abfälle" lassen sich 6 "Abfall-Töpfe" bilden. Diese 6 Abfallfraktionen sind für eine breite Zahl von Druckereien typisch, wobei z.B. durch die Rückgabe im Rahmen der Verpackungsverordnung auch hier einzelne Abfallfraktionen ganz entfallen können.
- Von den alternativen Deklarationsmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Abfalltöpfe Druckfarbenreste und Wasch-/Lösemittelreste wird in der betrieblichen Praxis meist nur eine zum Tragen kommen, da üblicherweise in einem der Hauptdruckverfahren (und damit mit einem Farbtyp) gearbeitet wird und dann ein spezifischer Mix an Lösemittelresten entsteht.
- Bei den verunreinigten Wasserphasen sind die Veränderungen durch den kommenden Anhang 56 "Druckereiabwässer" zu berücksichtigen. Welche konkreten Änderungen durch diese Abwasserregelung eintreten können, ist noch unsicher. Änderungen sind beim Plattenentwickler und bei den Resten aus der Feuchtmittelreinigung möglich. Da die verschiedenen in Frage stehenden Wasserphasen in der chemisch-physikalischen Behandlung weitestgehend gleichartig entsorgt werden können, wird auch hier in der Praxis in jedem Fall ein Abfalltopf ausreichend sein.
- Im Bereich der Entwickler- /Fixierbäder ist die Umschlüsselung dagegen problemlos.
- Eine besondere Entlastung der betrieblichen Entsorgung bietet die Bildung der Sonderabfallrestfraktion mit dem Sammeltopf 150299 D1. Er erlaubt, farbverschmutzte Chargen wie Spachtel, Farbkastenfolien, Tuchbahnen, Filter, etc. gemeinsam zu sammeln, bevor sie in die Sonderabfallverbrennung gelangen.
Wichtig ist an dieser Stelle das in dem abgestimmten Entsorgungsmodell ganz explizit beim hausmüllähnlichen Gewerbeabfall einige produktionstypische Abfälle aus Druckereien mit aufgeführt sind, die sinnvollerweise mit dem übrigen Gewerbeabfall entsorgt werden sollten. Hierauf ist bei Diskussionen mit den kommunalen Abfallbehörden ggf. hinzuweisen, die derartige Abfälle teilweise von der öffentlichen Entsorgung ausschließen.
Es ergibt sich das in Abbildung 2 dargestellte Bild.
Abb. 2: Die 6 "sonstigen" Abfalltöpfe
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Klärung der Unschärfen der AbfKoBiV
Aufgrund der dezentralen Zuständigkeiten für den Vollzug der AbfKoBiV ist es schwierig einen zentral abgestimmten Umgang mit den Unschärfen dieser Verordnung abzubilden. Im folgenden deshalb die Zusammenfassung einer Vielzahl von Konkretisierungsdiskussionen der AbfKoBiV für einzelne Druckunternehmen:
Mit diesen Übereinkünften wird den nachfolgenden Aspekten der Abfalldokumentation in Druckbetrieben Rechnung getragen:
- Ein Druckunternehmen erstellt eine Bilanz/ ein Konzept unbeschadet der Tatsache, daß auf räumlich getrennten Betriebsgeländen produziert wird. Voraussetzung ist regelmäßig die eindeutige Klärung der Zuständigkeit für die Abfallentsorgung z.B. im Konkursfall eines Unternehmensteils. Ggf. kann dies im Einzelfall auch für rechtlich selbständige Einheiten erfolgen.
- Als getrennt auszuweisende Anfallstellen wird in verschiedene Werksgelände sowie in BImSchG- und Nicht-BImSchG-Anlagen unterschieden. Eine weitere Differenzierung der behördlichen Dokumentationen wird als nicht sinnvoll erachtet. Nichts desto trotz kann eine derartige weitere Differenzierung für ein innerbetriebliches Controlling durchaus sinnvoll sein.
- Verkürzte, übersichtlich aufbereitete Dokumentationen, z.B. unter Verwendung der im Projekt entwickelten Kurzformulare, stoßen auf positive Resonanz bei den Behörden, da sichergestellt ist, daß alle gesetzlich geforderten Informationen verfügbar bleiben.
- In der klein- und mittelständisch strukturierten Druckbranche sind Konzernbetriebe mit weitgehend unabhängig wirtschaftenden, räumlich weit getrennten Standorten, die die Erstellung getrennter Dokumentationen sinnvoll erscheinen lassen, die absolute Ausnahme (<< 0,1 % der Betriebe).
- Es ist sinnvoll, den Produktionsprozeß möglichst umfassend in einer Bilanz (einem Konzept) darzustellen, da sich die Effekte technologischer Veränderungen und von VV-Maßnahmen nur in diesem Gesamtrahmen widerspiegeln und beurteilen lassen. Als Beispiel sei die Verlagerung eines Teils der Abfallprobleme von der redaktionsnahen Filmvorstufe in die druckprozeßnahe Plattenkopie durch den Einsatz von CTP-Techniken benannt.
- Differenzierte Abfallmengenerfassungen in den verschiedenen Produktionsbereichen widersprechen der existierenden Abfallerfassung in gemischten Druckbetrieben und lassen sich nur mit zusätzlichem Erfassungs- oder Ermittlungsaufwand realisieren.
Angepaßtes Controlling-ConceptGrundlegende Controlling-Module
Von der einfachen Erfüllung der gesetzlichen Pflichtaufgaben bis zur detaillierten Erfassung aller betrieblichen Materialströme gibt es eine große Bandbreite unterschiedlicher Möglichkeiten zur Gestaltung betrieblicher Controllingsysteme. Um bei der Diskussion der Zielsetzungen und bei der schrittweisen Umsetzung in den Betrieben einen Orientierungsrahmen zu schaffen, wurde von ÖKOPOL ein Modul-Konzept unterschiedlicher Material- und Abfallcontrollingsysteme entwickelt. Die Abbildung 3 zeigt einen Ausschnitt des Konzepts.
Jedes Modul wird dabei an Hand der drei Fragestellungen: Was wird gemacht?, Wozu wird es gemacht? und Wie wird es gemacht? charakterisiert.
Abb. 3: Grundlegende Module des Abfall- und Materialflußcontrollings
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Alle beschriebenen Systeme haben in der betrieblichen Praxis sicherlich ihre Berechtigung und so liegt es in der Entscheidung eines jeden Betriebes, selbst die für die jeweiligen Rahmenbedingungen und Unternehmensziele am besten geeignete Variante auszuwählen und auszugestalten.
IST-Stand und Anforderungen an das AbfallcontrollingIn den meisten Druckereien wird die Abfallentsorgung bislang vor allem als unliebsame zusätzliche Verwaltungsaufgabe begriffen. Dieser Sichtweise entsprechend geht es hauptsächlich darum, das Ganze mit möglichst wenig Aufwand formal korrekt abzuwickeln. Die bei der Entsorgung entstehenden Kosten werden zur Kenntnis genommen. Über Preisverhandlungen mit den Entsorgern hinausgehend erfolgen meist aber keine gezielten Optimierungen.
Wird die betriebliche Abfallwirtschaft dagegen als direkter Bestandteil der Materialwirtschaft angesehen, ergeben sich ganz andere Perspektiven und Möglichkeiten, denn schlußendlich sagen Menge und Zusammensetzung der Materialien, die sich im Abfall wiederfinden unmittelbar etwas über den Zustand und die Effizienz der Produktion aus. Gezielte kontinuierliche Untersuchungen im Abfallbereich sowie die Verknüpfung mit den Materialeinsätzen bzw. der laufenden Produktion können somit die Basis für weitergehende Optimierungen in den betrieblichen Materialströmen sein und damit zu relevanten ökonomischen und auch ökologischen Einspareffekten führen.
Damit derartige Schwachstellenanalysen erfolgversprechend durchgeführt werden können, müssen die betrieblichen Datenbestände, in Abhängigkeit vom jeweils konkret angestrebten Controlling-Modul, allerdings mehr oder minder den folgenden Grundanforderungen genügen:
Die folgende Abbildung 4 zeigt die prinzipiell für gezielte Optimierungsanalysen geeigneten betrieblichen Datenbestände nochmals im Überblick. Abb. 4: Betriebliche Datenbestände für das Abfall- und Materialflußcontrolling
- Alle Produktionsrückstände (interne Kreislaufmengen, Abfälle zur Verwertung, Abfälle zur Beseitigung, Rückgaben an Hersteller sowie Abwässer) sollten in einem einheitlichen Dokumentationssystem erfaßt sein.
- Die Entsorgungskostenarten (z.B. Miete, Transport, ..) sind für alle Abfälle nach einem einheitlichen Schema getrennt zu verbuchen.
- Es sollten interne herkunftsbezogene Abfallartenbezeichnungen (Kennungen, Schlüssel) verwendet werden, die für gleichartige Abfälle unabhängig von sich ändernden externen Entsorgungsbedingungen sind.
- Wo möglich sollten Abfallmengen direkt an den Anfallstellen vor der Zusammenführung mit gleichartigen Abfälle aus anderen Bereichen ermittelt werden.
- Es müssen einfache Verknüpfungsmöglichkeit der Abfalldaten mit Einkaufs- und Produktionszahlen geschaffen werden, um ggf. über zusätzliche Effizienz-Kennzahlen eine gezielte Analyse der IST-Situation zu ermöglichen.
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Umsetzung der Controllingsysteme in den Betrieben
Bei der Vielzahl der vorgenannten Anforderungen darf nicht außer acht gelassen werden, daß sich der Betreuungsaufwand für das Gesamtkonzept in engen Grenzen bewegen muß, um unter den Rahmenbedingungen einer kleinen und mittelständischen Druckerei sinnvoll und nutzbringend eingesetzt werden zu können.Diese Betriebe verfügen über eine vergleichsweise dünne Personaldecke im Verwaltungsbereich. Zusammen mit einer eher handwerklichen Prägung und der aktuellen schwierigen ökonomischen Situation sind dies keine besonders günstigen Rahmenbedingungen für die Einführung eines (zusätzlichen) Controllingsystems.
Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen ist für die Einführung des Abfall- und Materialflußcontrollings das folgende mehrstufige Vorgehen sinnvoll:
- Nur in einer sehr kleinen Zahl von Großbetrieben gibt es (hauptberufliche) Umweltbeauftragte, die sich ganz den Aufgaben der Optimierung der Abfallentsorgung bzw. der gesamten Umweltsituation des Unternehmens widmen können. In den meisten Betrieben werden diese Aufgaben dagegen neben anderen produktionsrelevanten Aufgaben und damit meist unter hohem Zeitdruck mit erledigt. Damit stehen hier kaum zeitliche Kapazitäten für Aufgaben zur Verfügung, die über die ordnungsgerechte Abwicklung der Abfallentsorgung hinausgehen.
- Für den Bereich der Materialwirtschaft gibt es meist keine zentrale Zuständigkeit und selbst in Unternehmen, die über einen zentralen Einkauf verfügen, werden viele der umwelt- und abfallrelevanten Materialien direkt aus den Fachabteilungen heraus bestellt.
- Auch das "klassische" betriebswirtschaftliche Controlling stellt für viele Betriebe noch Neuland dar.
Zielsetzungen klären
- Klärung der Zielsetzung, die das zu installierende System erreichen soll und Definition der Daten, die für die Erreichung dieser Ziele benötigt werden
- Bestandsaufnahme über die bisherige Verfügbarkeit und Qualität dieser Daten
- Festlegung der personellen Zuständigkeiten für die Controllingaufgabe
- Diskussion und Umsetzung von Organisationsregeln zur kontinuierlichen Sicherstellung der Informationsflüsse
Damit bei der betrieblichen Datenermittlung nicht nach dem altbewährten Prinzip des Jägers und Sammlers "Je mehr- Je besser" verfahren wird, ist zunächst zu klären, wozu die Daten eigentlich benötigt werden. Diese Zieldefinition des Gesamtsystems muß unbedingt gemeinsam von allen betroffenen betrieblichen Abteilungen (Produktion, Einkauf, Abfallentsorgung und ggf. Haustechnik und EDV) sowie unter Beteiligung der Geschäftsführung erfolgen, damit die neue Querschnittsaufgabe die notwendige Unterstützung erhält. Zur Veranschaulichung kann die Übersicht über die grundlegend möglichen Controlling-Module sowie ein Betriebschema verwendet werden, in das die zu ermittelnden Kennzahlen eingetragen werden. Die folgende Abbildung 5 zeigt einen Ausschnitt aus einem derartigen Schema.
Abb. 5: Betriebsschema mit ausgewählten Kennzahlen für das Controlling
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Eine Liste grundsätzlich geeigneter Kennzahlen für das Abfall- und Materialflußcontrolling in Druckereien findet sich ebenfalls auf der publizierten CD.
Prüfung der DatenverfügbarkeitAus der Kennzahlenauswahl ergibt sich direkt, der zu ihrer Bildung benötigte Grunddatenbedarf.
Um den Gesamtaufwand möglichst gering zu halten, sollte weitgehend auf die bereits im Unternehmen vorhandene Informationen über Material- und Abfallmengen zurückgegriffen werden.
Da diese Informationen häufig in sehr unterschiedlichen Betriebsbereichen vorliegen, wie Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Nachkalkulation, um nur einige zu nennen, ist meist eine gezielte Recherche nach dem Ort und der Detaillierung ihrer Speicherung notwendig. Hier können unterstützend vorbereitete Fragebögen Verwendung finden. Auch hier finden sich entsprechende Vorlagen auf der publizierten CD.
Die folgende Abbildung 6 zeigt grau schraffiert, diejenigen Datenbestände, die erfahrungsgemäß nur selten unmittelbar verfügbar sind.
Abb. 6: Problembereiche in den Datenbeständen für das Abfall- und Materilaflußcontrolling
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Hier muß nach Möglichkeiten gesucht werden, diese Datenlücken mit wenig Aufwand (zumindest vorübergehend) zu überbrücken. Z. B. lassen sich die Detaildaten auch mittels einer auf einige Tage oder Wochen befristete Strichliste u.ä. erheben und dann auf das Jahr hochrechnen. Gerade solche natürlich mit der gebotenen Vorsicht anzuwendenden Möglichkeit mit "unscharfen" Daten umgehen zu können, zeichnet praxistaugliche Konzepte aus.
Verantwortlichkeiten festlegenDa es sich beim Abfall- und Materialflußcontrolling um eine typische Querschnittsaufgabe handelt, die viele Betriebsbereiche berührt, ist es unabdingbar klare Verantwortlichkeiten für die Gesamtaufgabe festzulegen. Nur so kann verhindert werden, das das Gesamtprojekt nach einem einmaligen Kraftakt wieder einschläft.
Zentrale Aufgabe des Gesamtverantwortlichen ist es erfahrungsgemäß bei den anderen Betriebsbereichen die Zurverfügungstellung der benötigten Daten einzufordern.
Die Auswahl des Gesamtverantwortlichen sollte daran orientiert werden, in welchem Betriebsbereich bereits die meisten der benötigten Daten vorliegen und wo die notwendige Kompetenz für das Beurteilen von möglichen Schachstellen verfügbar ist.
Bei der praktischen Umsetzung in den am Projekt beteiligten Betrieben wurden hier sowohl Produktionsleiter, Verwaltungsleiter als auch Abfallbeauftragte benannt.
Organisationsroutinen beschreiben
Ebenfalls unter dem Aspekt ein periodisch arbeitendes System zu implementieren ist es hilfreich die Organisationsabläufe zur Datenermittlung und zur Kennzahlenbildung in entsprechenden Verfahrensbeschreibungen bzw. Organigrammen festzuhalten.
Dies ist insbesondere deshalb wichtig, da es sich nicht um kontinuierliche Aufgaben, sondern um Aufgaben handelt, die z.B. einmal im Quartal oder seltener durchgeführt werden. Gerade bei derartigen Aufgaben kommt es in der Betriebspraxis immer wieder zu Unklarheiten über Hol- und Bringschuld oder über die Übermittlungsformate etc..
EDV-Werkzeugen zur Unterstützung der Controllingaufgabe
Erfahrungen aus der betrieblichen Beratung in angrenzenden Bereichen zeigen, daß gut gemachte Softwarelösungen eine sinnvolle Unterstützung bei der Einführung derartiger neuer betrieblicher Aufgaben darstellen können. Sie sichern die fehlerfreie Abwicklung bürokratischer Additionsaufgaben bei der Verbuchung der erfaßten Daten und erstellen auf Knopfdruck die benötigten Dokumentationen. Aus den genannten Gründen wurden im Projektverlauf sowohl konkrete Anforderungen an derartige EDV-Werkzeuge formuliert als auch eine Marktrecherche nach entsprechenden Lösungsangeboten durchgeführt. Hier einige Ergebnisse:
Anforderungen an die Auswertungsmöglichkeiten
Grundsätzlich sind die Auswertungsfunktionen essentieller Bestandteil der AbfKoBiV-Programme, da gerade in der strukturierten Ausgabe der gespeicherten Daten der besondere Nutzwert dieser Programme liegt.
Die überwiegende Zahl der Programme orientieren sich hierbei an den Formularsätzen der Verordnung. Komprimiertere Darstellungen oder freie Gestaltungsmöglichkeiten werden dagegen nur in Ansätzen angeboten. Gerade derartige Darstellungen sind allerdings für alle beteiligten (Betriebe und Behörden) deutlich handhabbarer, da sie einen schnellen Überblick über die Gesamtsituation ermöglichen.
Über die gesetzlichen Dokumentationspflichten hinaus sind im Kontext des Abfallcontrolling weitere Auswertungsmöglichkeiten von Bedeutung.
Die Unterscheidungskriterien für diese Auswertungsmöglichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Tab. 2: Kriterien für die Unterscheidung von Auswertungsmöglichkeiten
Objekte Abfall, Herkunftsbereich, Anfallstelle, Betrieb Maßgrößen Mengen, Kosten, Kennzahlen Periode Kalenderjahr, frei definierbar,
PeriodenvergleicheZusammenfassungen AbfKoBiV nach VO-Formularen,
AbfKoBiV nach eigenen Formularen,
eigene AuswertungenEin weitergehender Schritt ist die Bildung von Verhältniszahlen (Relationen) zwischen verschiedenen Größen. Erst solche Relationen ermöglichen die Verwendung der Auswertungen im Rahmen von Kennzahlenanalysen des Controlling.
Die folgende tabellarische Darstellung zeigt die unterschiedlichen Differenzierungen der Auswertungsmöglichkeiten im Überblick:
Tab. 3: Unterschiedlich differenzierte Auswertungsmöglichkeiten in verschiedenen Programmlösungen
Die Bildung und Darstellung von Relationen (Kennzahlen) ist bei den derzeit verfügbaren Systemen praktisch nicht möglich. Deshalb kommt der Exportfunktion der Programme eine besondere Bedeutung zu. Können die aufaddierten Basisdaten oder einfache Auswertungen in andere Programme exportiert werden (z.B. in ein Tabellenkalkulationsprogramm), so ist es dann möglich, eine nachträgliche Kennzahlenbildung zu realisieren.
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Bei der Prüfung der bislang am Markt verfügbaren EDV-Werkzeuge zeigte sich, daß überwiegend nur die dunkelschraffiert dargestellten Auswertungsmöglichkeiten implementiert sind. Nur wenige der aufwendigeren Systeme decken auch den hellschraffierten Bereich ab.Grundsätzlich lassen sich zwei Formen des Datenaustausches unterscheiden. Einerseits sind in einigen Programmen Routinen installiert, die es ermöglichen, Abfallmengenlisten oder ähnlich einfache Auswertungen in einem Standard-Tabellenkalkulationsformat (meist EXCEL) abzuspeichern. Der Datenumfang dieses Exportes ist allerdings durch die Möglichkeit der zuvor erstellten Auswertungen beschränkt.
Der zweite Ansatz, Daten der AbfKoBiV-Werkzeuge weiterzuverwenden, ist der direkte Zugriff auf die dahinterliegenden Datenbanken. Wenn Standarddatenbanken (Access, dBase, PARADOX) verwendet werden, ist dies z.T. möglich. Aufgrund fehlender Informationen über die Datenbankstrukturen ist aber hier die Unterstützung des Software-Anbieters oder mühselige Kleinarbeit notwendig.
Marktübersicht über EDV-Werkzeuge
Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, läßt sich eine große Bandbreite unterschiedlichster Anforderungen an Programmen zur Unterstützung des Abfallcontrollings und der Dokumentationsaufgaben nach AbfKoBiV definieren. Es stellt sich somit die Frage, inwieweit die in immer größerer Zahl auf den Markt drängenden Spezialprogramme für diesen Bereich den Anforderungen gerecht werden. Um hierauf Antworten geben zu können, wurde im Projektrahmen eine Marktrecherche durchgeführt, die mit dem Stand Oktober 1998 eine Gesamtzahl von 34 Anbietern erbrachte, die damit werben, für diesen Themenkomplex grundsätzlich geeignete Software anzubieten.
Bei diesen Herstellern wurden verschiedenste Anforderungskriterien abgefragt und über eine Datenbank ausgewertet. Die Datenbank mit den Einzelergebnisse ist wiederum Bestandteil der CD zum Thema. Zusammenfassend ergab die Recherche die folgenden Ergebnisse:
Wie auch bei anderen Softwareangeboten, so sind auch bei Lösungen für das betriebliche Abfallmanagement unterschiedliche Leistungsklassen zu erkennen. Diese reichen von der Excel-Tabelle zur Unterstützung des Ausdrucks der behördlichen Formulare bis zu aufwendig strukturierten und gestalteten Programmen mit Anbindung an andere betriebliche Verwaltungslösungen. Grundsätzlich können die folgenden "Leistungsklassen" unterschieden werden:
Parallel dazu gibt es noch Unterscheidungskriterien wie die Integration graphischer Auswertungen oder mehr oder weniger gute Möglichkeiten des Datenimports und –exports. Das Spektrum für die Stufen 1-3 ist gut abgedeckt, im Bereich der anspruchsvollen Systeme zum Abfallcontrolling sind erste Programme gerade erst in der Fertigstellung. Hier wird sich zeigen, ob solche Lösungen in den Betrieben Einzug finden werden.
- Einfache Programme, die nur auf den Ausdruck der Formulare ausgerichtet sind, keine Einzelentsorgungsvorgänge und nur Mengen und keine Kosten erfassen sowie keine weiteren Auswertungsfunktionen besitzen.
- Programme, bei denen die Entsorgungsvorgänge mit Mengen und Kosten einzeln erfaßt werden können, wobei sich die Auswertungen auf die Analyse der Entsorgungskosten ohne Verknüpfung mit den betrieblichen Kostenstellen beziehen.
- Komplexere Programme, in denen die erfaßten Mengen und Kosten der Einzelentsorgungsvorgänge differenziert auf die Kostenstellen verteilt werden können, differenzierte Auswertungen z.B. mit Periodenvergleichen oder Kennzahlen möglich sind und die für Verknüpfungen mit anderen Datenbeständen offen sind.
- Anspruchsvolle Programme, die ein Abfall- und Materialflußcontrolling durch Integration von Materialzahlen aus dem Einkauf ermöglichen und mit denen das Abbilden eigener Kennzahlen möglich ist.
FazitDie Umsetzungserfahrungen in beteiligten Betrieben haben gezeigt, daß die entwickelten Controllingkonzepte in der Betriebspraxis umsetzbar und zur Identifikation relevanter weiterer Optimierungspotentiale geeignet sind. Diese ökonomischen aber auch die ökologischen "Einspar-"Potentiale liegen dabei überwiegend auf der Materialeinsatzseite. Der zusätzliche Betreuungsaufwand für diese Systeme variiert sehr stark in Abhängigkeit von der Komplexität der betrieblichen Strukturen und der jeweils gewählten Controllingziele.
Als zentraler Erfolgsfaktor für die Installation langfristig funktionsfähiger Controlling-systeme hat sich die Frage der Unterstützung durch die Geschäftsleitung erwiesen. Wird das Material- und Abfallcontrolling als gleichrangige Managementaufgabe zum betriebswirtschaftlichen Controlling verstanden, können durch entsprechend verbindliche Organisationsabsprachen reibungsarme Informationsflüsse im Betriebsalltag installiert werden. Andernfalls entstehen "Informationsinseln", die nur mit überproportionalem Aufwand mit den entsprechenden Daten versorgt werden können und vergleichsweise wenig Wirkung erzeugen.
Die Erstellung der AbfKoBiV-Dokumentationen als "Nebenprodukt" derartiger weitergehender innerbetrieblicher Informationssysteme ist möglich. Allerdings besteht derzeit noch deutlicher Bedarf an entsprechend angepaßten EDV-Werkzeuge, die neben der betrieblichen Abfallwirtschaft auch Materialwirtschaftsaspekte integrieren und gezielte Kennzahlenauswertungen ermöglichen.
Die entwickelten Kennzahlensysteme stoßen auf breites Interesse in der Branche. Ihr Einsatz als innerbetriebliches Steuerungsinstrument erweist sich als hilfreich. Die Entwicklung branchenweiter Standards zum überbetrieblichen "Benchmarking" steht dagegen noch am Beginn. Die Piloterfahrungen aus der vom Bundesverband Druck durchgeführten bundesweiten Kennzahlenabfragen in Zeitungsdruckereien zeigt hier interessante Perspektiven.
Literatur:Jepsen,Dirk; Wilkesmann, Carsten, Grauer, Angelika; Sander, Knut: "Kreislaufwirtschaft in der Druckindustrie- CD mit Tips und Beispielen für: Abfallwirtschaftskonzepte und –bilanzen, Grundlagen und Umsetzung des Abfallcontrolling, Marktübersicht Abfallsoftware und Branchen-Abfallkatalog", Hamburg/Hannover 1998
Bundesverband Druck, Abt. Umweltschutz (Hrsg.): Abfälle in der Druckindustrie - Merkblatt zur Einstufung und Entsorgung von Abfällen", Wiesbaden 1998
Beide Unterlagen erhältlich über: Herrn Fleck, Bundesverband Druck, Postfach 18 69, 65008 Wiesbaden
Zur Umsetzung des Abfallcontrolling finden Sie hier eine Organisationshilfe.
Autoren:
Dirk Jepsen
Angelika Grauer
ÖKOPOL, Institut für Ökologie und Politik GmbHCarsten Wilkesmann
Umweltreferent des Verbandes der Druckindustrie Niedersachsen
Bödeckerstraße 10, 30161 Hannover, Tel.: 0511/33 806 -35, Fax.: 0511/33 806 –20