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Anforderungen an die Gestaltung und den Wiedereinsatz von Gehäuse-Kunststoffen

 
 
 

Auftraggeber
Umweltbundesamt (FKZ 3709 95 302)

Durchführung
Knut Sander, Olaf Wirth, Ökopol, Institut für Ökologie und Politik, Hamburg

Laufzeit
2009-2010

 
 
 
Hintergrund und Aufgabenstellung
 
Mit dem Umweltzeichen RAL-UZ 78 für Arbeitsplatzcomputer und tragbare Computer sowie RAL-UZ 122 für Bürogeräte mit Druckfunktion werden Produkte ausgezeichnet, die neben geringem Energieverbrauch, niedrigen Geräuschemissionen und einer potenziellen Langlebigkeit und Erweiterungsfähigkeit auch stoffbezogene Anforderungen erfüllen. 
 
Die Verwendung umweltbelastender Stoffe in den Materialien ist danach, soweit wie technisch möglich, zu vermeiden. Darüber hinaus werden in den genannten Vergabegrundlagen die Wiederverwendbarkeit von Bauteilen oder Baugruppen und die Prinzipien recyclinggerechter Konstruktion angesprochen.
 
Die Materialanforderungen von RAL-UZ 78 und 122 beziehen sich u.a. auf Kunststoffe. Die Vergabegrundlagen des Umweltzeichens begrenzen hier z. B. die Werkstoffvielfalt, nennen Anforderungen an die Wiedergewinnbarkeit und adressiert kursorisch die Verwendung von Rezyklat-Kunststoffen. Inhaltsstoffe von Kunststoffen werden beschränkt (z.B. halogenhaltige Polymere, bestimmte Flammschutzmittel). Die Vergabegrundlage RAL-UZ 78/122 verweist mit ihren Beschränkungsanforderungen für krebserzeugende, erbgutverändernde und fortpflanzungsgefährdende Stoffe auf die inzwischen durch die neue CLP-Verordnung ersetzte Richtlinie 67/548/EWG.
 
Im Rahmen einer Expertise sollen die Fakten-Hintergründe für eine mögliche Überarbeitung/Anpassung der diesbezüglichen Anforderungen entwickelt und mit einschlägigen Marktakteuren „vordiskutiert“ werden.
 
Dabei werden unter anderem materialbezogene Fragen behandelt (z. B. Menge und Art der eingesetzten Kunststoffe), stoffstrombezogene Fragestellungen (z. B. Verbleib der Altkunststoffe im Zusammenhang mit der Neuproduktion von Kunststoffteilen für Elektrogeräte) und Fragen an die stoffliche Zusammensetzung von Recycling-Kunststoffen (z. B. Ausschluss von als gefährlich eingestuften Stoffen).  
 
 
 

Ihre Ansprechpersonen

   
Knut Sander
Olaf Wirth