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Wirksamkeit von
Risikomanagementmaßnahmen
zur Emissionsminderung

 
 
 

Auftraggeber
Umweltbundesamt (FKZ 3711 63 419)

Durchführung
Institut für Ökologie und Politik, Hamburg

Laufzeit

2011 - 2013

 
 
 
Hintergrund
 
Hersteller und Importeure von Stoffen ermitteln in der REACH Stoffsicherheitsbeurteilung sichere Anwendungsbedingungen (OCs) und Risikomanagementmaßnahmen (RMMs) und kommunizieren sie mit dem Sicherheitsdatenblatt entlang der Wertschöpfungskette
 
Formulierer erstellen entsprechende Informationen für ihre Gemische basierend auf den Informationen, die sie erhalten. Sie kennen die Praxis bei den Endanwendern vielfach besser als die Stoffhersteller und –importeure und sollten möglichste einfache und praxisnahe Empfehlungen zur sicheren Verwendung weiter geben.
 
RMMs setzen sich aus 3 unterschiedlichen Schritten zusammen, die in den Anlagen nicht immer physikalisch voneinander trennbar sind:
 
  • Emissionserfassung (z.B. Absaugung),
  • Vorbehandlung (z.B. Aufkonzentrieren oder Trennen) sowie
  • Endbehandlung (z.B. Verbrennung, Deponierung)
 
Jeder dieser Stufen kann sich in der Wirksamkeit je nach Typ des zu behandelnden Stoffes, der Zusammensetzung von Gemischen oder der physikalisch-chemischen Eigenschaften der Emission unterscheiden. Die Wirksamkeit der Maßnahmen zu Emissionserfassung sowie z.T. auch zur Vorbehandlung unterscheiden zudem je nach Anwenderbranche bzw. angewendetem Prozess.
 
Die Hersteller und Importeure, insbesondere aber auch die Formulierer von Gemischen brauchen für die Weitergabe von Hinweisen zur sicheren Verwendung Unterstützung bezüglich der Auswahl angemessener Risikomanagementmaßnahmen und ihrer Wirksamkeit unter realistischen Bedingungen. Entsprechend detaillierte Anleitungen liegen derzeit in den ECHA Leitlinien nicht vor.
 
 
Ziel und erwartete Ergebnisse
 
Ziel des Projektes ist es, ein Konzept für ein Unterstützungsinstrument zur Auswahl von Risikomanagementmaßnahmen, inklusive realistischer Wirksamkeiten zur Emissionsminderung für Formulierer und Hersteller/Importeure zu entwickeln. Hierbei sollen die Stoffspezifität der Maßnahmen, mögliche Störstoffe, die die Wirksamkeit vermindern sowie andere Faktoren, die einen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit von RMMs haben identifiziert und beschrieben werden
 
Die erwarteten Ergebnisse des Projektes sind:
 
  • Vorschlag für ein Tabellenformat, anhand dessen RMMs modular beschrieben und bezüglich ihrer Wirksamkeit beschrieben werden. In der Tabelle sollen die Stoffgruppen, für die die Maßnahmen geeignet sind ebenso herausgearbeitet werden, wie mögliche Störstoffe oder –faktoren.
  • Ausgearbeitete Information in der RMM-Tabelle für 3 Branchen
  • Fallbeispiele aus 3 Branchen zur Illustration von Faktoren, die die Wirksamkeit von RMMs beeinflussen
  • Empfehlungen für Prüfkriterien für Behörden bezüglich der Angemessenheit und Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen
 
Das Projekt wird mit einem internationalen Fachworkshop abgeschlossen.
 
 
 

Ihre Ansprechpersonen sind:

   
Dirk Jepsen
Olaf Wirth
Antonia Reihlen